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Sternhimmel Februar 2012
Klare Winternächte sind ideal für intensive Himmelsbeobachtungen. Der 29. Februar zeigt das Schaltjahr 2012 an. Die Tageslänge nimmt deutlich zu. Der Sonnenauf- gang verschiebt sich über Südthüringen von 07:54 Uhr auf 07:04 Uhr MEZ, der Unter- gang von 17:07 Uhr auf 17:56 Uhr MEZ. Auch die Mittagshöhe steigt von 21,2 Grad auf 30,4 Grad an. Am 16. Februar wechselt die Sonne vom Sternbild Steinbock in den Wassermann. Am 07. Februar kann der Vollmond im Sternbild Krebs beobachtet werden, Neumond wird am 21. Februar sein.
Die Venus wird weiterhin eine Glanzrolle als Abendstern am Firmament spielen. Ihre Untergangszeit verschiebt sich dabei von 20:53 Uhr am Monatsanfang auf 22:10 Uhr MEZ am Monatsende. Ihre Helligkeit steigt auf beachtliche -4,3 mag (Größenklasse). Am 03. Februar wechselt sie ihre Position vom Sternbild Wassermann in die Fische. Während der ersten Nachthälfte ist auch Jupiter im Sternbild Widder zu beobachten. Seine Helligkeit sinkt leicht auf -2,2 mag. Venus und Jupiter rücken immer näher zusammen. Die zunehmende Mondsichel wird an diesem Schauspiel am 25. und 26. Februar auch noch beteiligt sein. Nach den Untergängen von Venus und Jupiter beherrscht der rote Planet Mars den Himmel die gesamte Nacht hindurch. Die Marshelligkeit steigt auf -1,2 mag, damit ist er das dominierende Gestirn der zweiten Nachthälfte. In den Abendstunden des 15. erreicht der Mars seinen sonnenfernsten Punkt, das Aphel. Der Abstand Sonne-Mars beträgt dann 249,2 Millionen Kilometer. Das Licht benötigt für diese Strecke immerhin 13 Minuten 51 Sekunden. Der Ringplanet Saturn geht um Mitternacht im Sternbild Jungfrau auf. Die beste Beobachtungszeit ist somit die zweite Nachthälfte. Mit einem Teleskop ab einer etwa 30-fachen Vergrößerung kann der prächtige Ring beobachtet werden. Der sehr lichtschwache Uranus kann in den ersten Nachtstunden im Sternbild Fische beobachtet werden. Die Planeten Merkur und Neptun sind im Februar unsichtbar.
Die prächtigen Wintersternbilder Orion, Zwillinge und Stier verschieben sich deutlich nach Westen. Auf dem folgenden Bild ist eine Aufnahme der Landessternwarte Tautenburg mit den Plejaden im Sternbild Stier. Das Himmels-W wird im Nordwesten an Höhe verlieren, während sich der Große Wagen im Nordosten immer höher schiebt. Im Südosten kündigt das Sternbild Löwe den baldigen Frühling an. Die hellen Sterne Denebola, Regulus, Algieba und Leonis bilden den Rumpf. Regulus liegt fast direkt auf der Ekliptik, daher wird er regelmäßig durch den Mond bedeckt. Die Sonne hält sich aber erst in der Zeit vom 10. August bis 16. September im Löwen auf. Eine kleine Gruppe von lichtschwachen Sternen bildete ursprünglich den Schwanz, wurde aber im 2. Jahrhundert in das selbständige Sternbild Haar der Berenike umbenannt. In der griechischen Mythologie stellt das Sternbild den Nemeischen Löwen dar, der in der Umgebung der Stadt Nemea alle Dörfer verwüstete. Sein hartes Fell ließ jede Waffe abprallen. Erst Herakles konnte ihn mit bloßen Händen bezwingen. Das Fell trug er als Mantel, was ihn wiederum vor Feinden schützte.
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