Verein Suhler Sternfreunde

Der Himmel im Dezember 2019

04.12. Mond im ersten Viertel, 12.12. Vollmond, 19.12. Mond im letzten Viertel, 22.12. Winterbeginn, Wintersonnenwende, 26.12. Neumond, 29.12. Mond bei Venus

30.11.2019

Die Sonne wandert am 18.12. in das Sternbild Schütze. Am 22.12. erleben wir die längste Nacht des Jahres. Um 05:19 Uhr befindet sich unser Zentralgestirn im Winterpunkt (Wintersonnenwende). Ab dann werden die Tage langsam wieder länger. Die Sonnenaufgänge verschieben sich von 07:56 Uhr (01.) auf 08:19 Uhr (31.). Die Untergänge verfrühen sich bis Monatsmitte geringfügig von 16:21 Uhr auf 16:18 Uhr. Bis zu Silvester verlängert sich die Untergangszeit auf 16:27 Uhr.

Merkur kann in der ersten Monatshälfte am Morgenhimmel beobachtet werden. Der flinke Planet zieht sich jedoch langsam zurück, so dass er ab dem 12.12. unsichtbar bleibt.

Die Venus befindet sich noch in der Findungsphase in ihrer noch jungen Periode als Abendstern. Dabei leuchtet sie noch ziemlich unscheinbar, gewinnt jedoch immer mehr an Höhe und somit auch an Helligkeit. Ihre Untergänge verspäten sich von 18:01 Uhr am Monatsbeginn auf 19:20 Uhr an Silvester.

Der rote Planet Mars wechselt zu Monatsbeginn von der Jungfrau in die Waage und kann noch am Morgenhimmel beobachtet werden.

Jupiter, derzeit noch im Sternbild Schütze, ist nicht zu beobachten. Am 27.12. steht der Riesenplanet in Konjunktion mit der Sonne. Da seine Position nahe der Ekliptik liegt, wird er an diesem Tag von der Erde aus gesehen von der Sonne bedeckt.

Saturn, ebenfalls im Sternbild Schütze, ist nur noch bis Monatsmitte am Abendhimmel zu beobachten.

Der grünliche Uranus bewegt sich rückläufig im Sternbild Widder und kann in der ersten Nachthälfte beobachtet werden. Seine Untergangszeiten sind zwar erst in den frühen Morgenstunden, jedoch sind die Abendstunden die günstigste Beobachtungszeit.

Neptun bewegt sich rechtsläufig im Sternbild Wassermann. Der bläuliche äußere Planet unseres Sonnensystems kann nur noch nach Einbruch der Dunkelheit beobachtet werden. Seine Untergangszeiten verfrühen sich von 00:24 Uhr am 01. auf 22:24 Uhr am Silvesterabend.

Die Freunde und Beobachter von Sternschnuppen sollten sich die Nacht vom 13. zum 14.12. vormerken. In dieser Zeit haben die Geminiden ihr diesjähriges Maximum. Bis zu 120 Meteore in der Stunde sollten zu beobachten sein. Allerdings wird die Sicht durch das helle Mondlicht getrübt.

Am Sternenhimmel sind die bekannten Herbststernbilder bereits an den westlichen Himmel gewandert, allen voran das bekannte Herbstviereck (Pegasus) mit der Sternenkette Andromeda und dem bekannten Andromedanebel M31, unsere Nachbargalaxie (Foto). Hoch im Süden steht der Widder. Nordöstlich vom Widder steht das Sternbild Perseus als letztes Herbststernbild noch vor der Mittagslinie. Im Nordwesten befindet sich der helle Stern Wega (Leier) knapp über dem Horizont. Deneb im Schwan als nächster heller Stern ist zirkumpolar. Der zum Sommerdreieck gehörende Stern Atair (Adler) ist bereits untergegangen. Im Osten sind die hellen Wintersternbilder bereits aufmarschiert. Das Wintersechseck, bestehend aus den Sternen Kapella (Fuhrmann), Aldebaran (Stier), Rigel (Orion), Sirius (Gr, Hund), Prokyon (Kl. Hund) und Pollux (Zwillinge), steht bereits vollständig über dem Horizont. Mit dem 9 Lichtjahre entfernten Sirius leuchtet der hellste Stern, den man von Mitteleuropa aus sehen kann, am Winterhimmel.

Der Verein Suhler Sternfreunde wünscht allen Besuchern ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben (MESZ +1h). Diese Zeiten stammen, soweit nicht besonders vermerkt, aus dem Kosmos Himmelsjahr von Hans-Ulrich Keller.

Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde e. V.