Verein Suhler Sternfreunde

Der Himmel im September 2019

06.09. Mond im ersten Viertel, Mond bei Jupiter (Abendhimmel), 08.09. Mond bei Saturn (Abendhimmel), 14.09. Vollmond, 22.09. Mond im letzten Viertel, 23.09. Herbstbeginn - Tagundnachtgleiche, 28.09. Neumond

01.09.2019

Sternhimmel im September 2019
Die Sonne wandert am 17.09. in das Sternbild Jungfrau. Ihre Aufgänge verspäten sich im Monatslauf von 05:34 Uhr am 01. auf 06:18 Uhr am 30. Die Untergänge verfrühen sich von 19:05 Uhr auf 18:01 Uhr. Am 23.09. zum Herbstbeginn sind Tag und Nacht gleich lang (Tagundnachtgleiche).

Die beiden inneren Planeten Merkur und Venus bleiben im September unbeobachtbar. Ebenso unseren Blicken verborgen bleibt eine Begegnung der beiden genannten Flitzer am 13.09.
Mars im Sternbild Löwe steht am 07. in Konjunktion mit der Sonne und ist ebenfalls nicht zu beobachten. Bei einem gedachten Blick auf unser Sonnensystem steht der rote Planet von der Erde aus hinter der Sonne und hat mit einer Entfernung von 400 Millionen Kilometer die maximal mögliche Distanz erreicht.
Jupiter wandert, nachdem er bereits im letzten Monat seine Oppositionsperiode beendet hat, rechtsläufig durch das Sternbild Schlangenträger. Dabei verkürzt sich auch seine Sichtbarkeitsdauer merklich. Seine Untergänge verfrühen sich von 22:40 Uhr am 01. auf 20:57 Uhr am 30. Am 06.09. kommt es zu einer Begegnung mit dem zunehmenden Mond.
Saturn ist im Sternbild Schütze zu finden und wird am 18. stationär. Damit läutet auch er das Ende seiner Oppositionsperiode ein. Danach wird er langsam rechtsläufig, was für den Beobachter aber kaum wahrnehmbar ist. Wie beim Jupiter sinkt auch seine Helligkeit. Die Untergänge verfrühen sich von 0:48 Uhr am Monatsbeginn auf 22:50 Uhr am letzten Septembertag.
Uranus ist als grünlicher Punkt im Sternbild Widder zu finden und wird zum Beobachtungsobjekt für die ganze Nacht. Seine Aufgangszeiten verfrühen sich von 20:46 Uhr am 01. auf 18:50 Uhr am 30.
Neptun ist als bläulicher Punkt im Sternbild Wassermann präsent. Auch er ist in der ganzen Nacht mit einem geeigneten Teleskop aufspürbar. Der ca. 4328 Millionen Kilometer von der Erde entfernte Gasplanet steht am 10. in Opposition zur Sonne.
Der Zwergplanet Pluto befindet sich südöstlich neben Saturn im Sternbild Schütze.

Am gestirnten Himmel haben sich die Sommersternbilder an den westlichen Himmel verlagert. Der Skorpion mit seinem auffälligen rötlichen Hauptstern Antares ist bereits untergegangen. Hoch im Südwesten steht trotzdem noch das unübersehbare Sommerdreieck aus den Sternen Deneb (Schwan), Wega (Leier) und Atair (Adler). Das Sternbild Schwan, auch Kreuz des Nordens genannt, steht mit seinem Hauptstern Deneb fast im Zenit. Der Name Deneb stammt aus dem Arabischen und bedeutet Schwanz der Henne, weil man dort glaubte, in diesem Sternbild ein flatterndes Huhn zu erkennen. Durch das Sternbild Schwan zieht sich unsere Milchstraße und ist in dunkleren Gegenden nicht zu übersehen. Tief im Süden steht das Tierkreiszeichen Steinbock, welches im Westen durch den Schützen und im Osten durch den Wassermann flankiert wird. Im Osten haben sich bereits die Herbststernbilder postiert, allen voran das Leitsternbild Pegasus (Herbstviereck). Neben dem Pegasusquadrat sind auch schon die Sternenkette der Andromeda und der Widder zu sehen. Südlich der Sternbilder Pegasus und Widder geht bereits das v-förmige Gebilde der Fische auf. Die Fische sind ein lichtschwaches Sternbild und nur in besonders dunklen Gegenden gut zu erkennen. Im Nordwesten ist der Große Wagen tief abgesunken. Hoch in östlicher Richtung leuchtet was Himmels-W der Kassiopeia.

Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben (MESZ +1h). Diese Zeiten stammen, soweit nicht besonders vermerkt, aus dem Kosmos Himmelsjahr von Hans-Ulrich Keller.
Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde e. V.