Verein Suhler Sternfreunde

Der Sternhimmel im April 2019

02.04. Mond bei Venus, 05.04. Neumond, 12.04. Mond im ersten Viertel, 19.04. Vollmond, 23.04. Mond bei Jupiter (Morgenhimmel), 25.04. Mond bei Saturn (Morgenhimmel), 26.04. Mond im letzten Viertel

09.04.2019

Sternhimmel April 2019
Die Sonne wandert am 19.04.19 in das Sternbild Widder. Ihre Aufgangszeiten verfrühen sich von 05:58 Uhr am 01. auf 04:59 Uhr am 30. Die Untergangszeiten hingegen verspäten sich von 18:51 Uhr am Monatsanfang auf 19:37 Uhr am Monatsende.

Der innere planetare Flitzer Merkur ist im April aufgrund seiner Position freiäugig nicht zu beobachten.

Die Morgensternperiode der Venus neigt sich langsam dem Ende entgegen. Sie zieht sich immer mehr vom Morgenhimmel zurück. Dabei sinken auch ihre Helligkeit und ihr scheinbarer Durchmesser. Die Untergangszeiten verlagern sich im Monatslauf von 05:02 Uhr auf 04:16 Uhr.

Mars ist noch am Abendhimmel im Osten zu beobachten. Aber auch er wird bei sinkender Helligkeit immer unauffälliger. Im ersten Monatsdrittel wandert der Rote Planet durch das „Goldene Tor der Ekliptik“, zwischen den Sternhaufen Hyaden und Plejaden im Sternbild Stier. Am 16. erfolgt der Vorbeizug an Aldebaran. Die Untergänge ändern sich im Laufe des Monats von 23:30 Uhr (01.) auf 23:16 Uhr (30.).

Gasriese Jupiter steht im Sternbild Schlangenträger und beginnt am 10. seine Oppositionsschleife. Die Helligkeit nimmt immer weiter zu und macht ihn Beobachtungsobjekt der zweiten Nachthälfte. Seine Aufgangszeiten verfrühen sich von 01:14 Uhr am 01. auf 23:14 Uhr am 30. Am 23.04. zieht der Mond 2° nördlich an Jupiter vorbei.

Saturn ist im Sternbild Schütze zu finden. Auch seine Helligkeit nimmt nach und nach weiter zu. Mit seinem noch weit geöffneten Ringsystem ist er ebenfalls ein Beobachtungsobjekt für den Morgenhimmel. Die Aufgänge verfrühen sich von 02:57 Uhr (01.) auf 01:06 Uhr (30.).

Uranus im Sternbild Widder und Neptun im Sternbild Wassermann sind im Frühlingsmonat April nicht beobachtbar.

Auch am Sternenhimmel hat der Frühling das Zepter fest in der Hand. Orion als einer der letzten Zeugen des vergangenen Winters geht zur Standardbeobachtungszeit gerade unter. Aus dem Reigen der Wintersternbilder leuchten nur noch der Große und der Kleine Hund sowie die Zwillinge. Hoch im Zenit ist der Große Wagen zu finden. Der Löwe hat den Meridian bereits überschritten. Sein heller Hauptstern Regulus markiert die Ekliptik. Er bildet zusammen mit den Sternen Arktur und Spika das Frühlingsdreieck. Folgt man dem Deichselschwung des Großen Wagens, kann als nächster heller Stern der 37 Lichtjahre entfernte Arktur (Sternbild Bootes) erkannt werden. Dem Schwung weiter folgend, befindet sich in Horizontnähe Spika im Sternbild Jungfrau. Im Nordosten leuchtet schon Wega als Bote des kommenden Sommers.

Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben (MESZ +1h). Diese Zeiten stammen, soweit nicht besonders vermerkt, aus dem Kosmos Himmelsjahr von Hans-Ulrich Keller.

Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde e. V.