Verein Suhler Sternfreunde

Unser Himmel im März 2019

01.03. Mond bei Saturn (Morgenhimmel), 02.03. Mond bei Venus (Morgenhimmel), 06.03. Neumond, 11.03. Mond bei Mars (Abendhimmel), 14.03. Mond im ersten Viertel, 20.03. Frühlingsbeginn, Tagundnachtgleiche, 21.03. Vollmond, 27.03. Mond bei Jupiter (Morgenhimmel), 28.03. Mond im letzten Viertel, 29.03. Mond bei Saturn (Morgenhimmel), 30.03. Bundesweiter Astronomietag, 31.03. Beginn der Sommerzeit

02.03.2019

Sternhimmel März 2019

Alle Zeichen am Himmel stehen eindeutig auf Frühling. Die Tage werden spürbar länger. Die Sonne wandert am 12.03. in das Sternbild Fische. Ihre Aufgangszeiten verfrühen sich von 07:04 Uhr am 01. auf 06:00 Uhr am 31. Die Untergangszeiten verlagern sich von 18:01 Uhr am Monatsanfang auf 18:50 Uhr am Monatsende.
Am 20.03. um 22:58 Uhr befindet sich die Sonne im Frühlingspunkt, der Tagundnachtgleichen und läutet damit den Frühling ein. Am 31.03. werden die Uhren auf die Mitteleuropäische Sommerzeit gestellt. 

Der flinke Planet Merkur ist nur zu Monatsbeginn, kurz vor seinem Untergang am Westhorizont zu sehen. Danach bleibt er unsichtbar.

Die innere Nachbarin Venus tritt am 01. in das Sternbild Steinbock und am 24. in den Wassermann. Noch kann man sie als Morgenstern am Himmel beobachten, allerdings verliert sie immer mehr an ihrer Helligkeit und wird somit auch immer unauffälliger. Am 03. macht die abnehmende Mondsichel bei ihr eine kleine Stippvisite.

Mars ist noch immer ein beliebtes Beobachtungsobjekt der ersten Nachthälfte. Er ist als rötlicher Punkt am westlichen Himmel zu finden. Am 23.03. wechselt der rote Planet vom Sternbild Widder in das Sternbild Stier. Am 30.03. ist er südlich der Plejaden zu finden. Jedoch nimmt auch seine Helligkeit immer weiter ab.

Der Gasriese Jupiter ist in der zweiten Nachthälfte im Sternbild Schlangenträger zu beobachten. Dabei verlangsamt er seine scheinbare rechtsläufige Bewegung. Am Ende des Monats kommt es fast zum Stillstand. Die Aufgänge verfrühen sich im Monatslauf von 03:05 Uhr auf 01:18 Uhr. Am 27. bekommt der immer heller erscheinende Riesenplanet Besuch vom abnehmenden Mond.

Saturn mit seinem komplexen Ringsystem ist am Morgenhimmel im Sternbild Schütze zu finden. Auch seine Aufgänge verfrühen sich von 04:52 Uhr (01.) auf 03:01 Uhr (31.).

Der grünliche Uranus verkürzt seine Sichtbarkeit. Aufgrund seiner immer früher werdenden Untergangszeiten kann er in der zweiten Monatshälfte nicht mehr beobachtet werden.

Der Außenposten Neptun steht am 07.03. in Konjunktion mit der Sonne und ist nach wie vor nicht zu beobachten.

Am Fixsternhimmel sind die hell glänzenden Wintersternbilder nach Westen gewandert. Ganz im Westen steht der Stier mit seinem rötlichen Stern Aldebaran. Das bekannte Sternbild Orion (Foto) sowie der Große Hund mit seinem hellen Stern Sirius stehen kurz vor dem Untergang, gefolgt von den Zwillingen und dem Kleinen Hund. Als erstes Frühlingssternbild hat der lichtschwache Krebs den Meridian erreicht. Am Osthimmel steht imposant das Sternentrapez des Löwen. Der untere rechte Stern des Trapezes, der 77 Lichtjahre entfernte Regulus, wurde von Nikolaus Kopernikus getauft und markiert die Ekliptik. Die Chinesen sehen im Sternbild Löwe ein Pferd. Bei den alten Griechen wurde der Löwe von Herkules mit bloßen Händen erwürgt. Es war die erste seiner großen zwölf Taten. Gefolgt wird der Löwe von den Sternbildern Bootes und Jungfrau. Der Kasten des Großen Wagens wandert langsam in Richtung Zenit. Kassiopeia sinkt im Nordwesten immer weiter in Horizontnähe ab. Tief am Südhorizont schlängelt sich lichtschwach die Wasserschlange in Richtung Südosten.

Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben (MESZ +1h). Diese Zeiten stammen, soweit nicht besonders vermerkt, aus dem Kosmos Himmelsjahr von Hans-Ulrich Keller.

Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde e. V.