Verein Suhler Sternfreunde

Der Novemberhimmel 2018

07.11. Neumond, 11.11. Mond bei Saturn (Abendhimmel)), 15.11. Mond im ersten Viertel, 16.11. Mond bei Mars (Abendhimmel), 23.11. Vollmond, 30.11. Mond im letzten Viertel

29.10.2018

Sternhimmel im November 2018

Am 22.11. tritt die Sonne in das Tierkreiszeichen Schütze. Am 23.11. wandert sie in das Sternbild Skorpion und am 30.11. in den Schlangenträger. Die Sonnenaufgänge verschieben sich von 07:09 Uhr am 01. auf 07:55 Uhr am 30. Die Sonnenuntergänge verfrühen sich von 16:57 Uhr am Monatsanfang auf 16:22 Uhr am Monatsende.
Der sonnennächste Planet Merkur bleibt im November aufgrund seiner Position unsichtbar.
Unser Schwesterplanet Venus beginnt im November ihre Morgensternperiode. Sie ist am 05.11. tief im Südosten kurz vor Sonnenaufgang zu sehen. Ihre Helligkeit nimmt im Laufe des Monats stetig zu und mit ihr auch die Sichtbarkeit in den Morgenstunden. Während mit dem Teleskop zuerst eine schmale Sichel der Venus zu erkennen ist, wird diese im weiteren Verlauf immer dicker. Am Monatsende sind bereits 25 % der Venusscheibe beleuchtet.
Der rote Planet Mars ist wie im Vormonat auffälliges Beobachtungsobjekt in der ersten Nachthälfte, obwohl er an Glanz und Helligkeit im Vergleich zum Sommer deutlich eingebüßt hat. Er wandert am 11. vom Sternbild Steinbock in den Wassermann. Seine Untergangszeiten bleiben kurz vor Mitternacht nahezu konstant. Am 16.11. kommt es zu einer Begegnung mit dem zunehmenden Halbmond.
Jupiter steht zusammen mit der Sonne am Taghimmel und ist nicht zu beobachten.
Der Ringplanet Saturn wandert rechtsläufig durch den Schützen und verkürzt im Monatslauf seine Abendsichtbarkeit merklich. Die Untergangszeiten verfrühen sich von 20:02 Uhr (01.) auf 18:21 Uhr (30.), so dass er sich langsam vom Abendhimmel verabschiedet. Am 11.11. begegnet er der zunehmenden Mondsichel, welche knapp nördlich an ihm vorbeizieht.
Uranus erkennt man bei klarer Sicht schon mit Feldstecher als grünlichen Punkt im Sternbild Widder.
Der blaue Neptun ist im Sternbild Wassermann zu finden. Seine Untergangszeiten ändern sich von 02:10 Uhr am 01. auf 00:15 Uhr am 30. Hier bietet sich zur Standardbeobachtungszeit eine gute Möglichkeit, ihn in südlicher Richtung auszumachen.


Am Sternhimmel passieren die bekannten Herbststernbilder (Kassiopeia, Pegasus, Perseus, Widder, Andromeda und Walfisch) den Meridian. Im Osten kündigen ich bereits die glanzvolleren Wintersternbilder mit ihren besonders hellen Sternen an, allen voran das Leitsternbild des Winters, Orion. In Zenitnähe steht hoch die Kassiopeia, das Himmels-W. Dicht daneben befinden sich die Sterne der Andromedakette mit dem berühmten Andromedanebel (Foto), unserer ca. 3 Millionen Lichtjahre entfernten Nachbargalaxie. Bei günstigen Bedingungen kann man sie als matten Lichtfleck mit bloßem Auge erkennen. Unterhalb der Andromeda befindet sich das sehr lichtschwache Sternen-V der Fische und weiter unten der ebenso lichtschwache Walfisch (lat. Cetus).
Cetus stellt das vor der Küste Äthiopiens lebende Meeresungeheuer dar, dem Andromeda geopfert werden soll. Perseus rettete Andromeda, indem er dem Ungeheuer das Haupt der Medusa präsentierte und damit tötete.
Im Westen grüßt noch der vergangene Sommer mit dem Sommerdreieck. 

 

Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben (MESZ +1h). Diese Zeiten stammen, soweit nicht besonders vermerkt, aus dem Kosmos Himmelsjahr von Hans-Ulrich Keller.

 

Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde e. V.