Suhler Sternfreunde

Der Sternhimmel im Mai 2017

03.05. Mond im ersten Viertel, 07.05. Mond bei Jupiter, 10.05. Vollmond, 13.05. Mond bei Saturn, 19.05. Mond im letzten Viertel, 25.05. Neumond

Die Sonnenaufgänge verfrühen sich im Mai von 04:56 Uhr am 01.05. auf 04:17 Uhr am 31.05. Die Untergangszeiten verspäten sich von 19:39 Uhr auf 20:19 Uhr. 

Der flinke Planet Merkur bleibt aufgrund seiner flach verlaufenden Ekliptik im Mai für uns unsichtbar.
Venus ist im Osten als Morgenstern knapp über dem Horizont sichtbar. Die Aufgänge verfrühen sich im Laufe des Monats von 03:34 Uhr auf 02:38 Uhr. Im Teleskop ist eine schmale Sichel des inneren Planetennachbarn zu erkennen.
Mars bewegt sich im Sternbild Stier ganz im Westen und ist ab Monatsmitte nicht mehr zu beobachten.
Jupiter zeigt sich noch immer im Sternbild Jungfrau. Dabei bremst er seine Bewegung immer mehr ab und kommt am Monatsende fast zum Stillstand. Seine Untergangszeiten verfrühen sich von 04:25 Uhr am 01. auf 02:21 Uhr am 31. Am 07.05. kommt es zu einer Begegnung mit dem Mond, welcher 2° nördlich am Gasriesen vorbeizieht.
Der Ringplanet Saturn bewegt sich im Sternbild Schütze und wechselt am 18.05. in den Schlangenträger. Dabei wird er fast die ganze Nacht sichtbar sein. Am 01.05. zeigt er sich ab 23:19 Uhr über dem Horizont, am 31.05. bereits ab 21:14 Uhr. Am 25.05. beginnt auf seiner Nordhalbkugel der Sommer, d. h. zur Sonne hin zeigt er seine maximale Ringöffnung.
Über Jupiter und Saturn vermutet man, dass der Stern von Betlehem eine sehr seltene und enge dreifache Saturn-Jupiter-Konjunktion im Sternzeichen Fische war. Dabei trafen sich die beiden Gasriesen im Jahre 7 vor Christus dreimal, am 27. Mai, 6. Oktober und 1. Dezember. Dieses Jahr scheint gut in den ungefähren Zeitraum der Geburt Jesu zu passen.
Uranus und Neptun befinden sich in den Sternbildern Fische und Wassermann und sind derzeit unsichtbar.
Am Nachthimmel haben sich die Wintersternbilder bereits verabschiedet. Lediglich die Hauptsterne der Zwillinge Kastor und Pollux tief im Westen erinnern noch an den vergangenen Winter. Im Nordwesten leuchtet Kapella im Fuhrmann. Dieser ist zirkumpolar und deshalb das ganze Jahr zu sehen. Über unseren Köpfen im Zenit erkennt man den bekannten Großen Wagen. Im Norden ist tief stehend Kassiopeia, das sog. „Himmels-W“, zwischen dem Polarstern und dem Nordpunkt am Horizont zu erkennen. Diese Position des Sternbildes nennt man untere Kulimination. Im Süden steht die Jungfrau mit Spika neben Jupiter. Das Frühlingssternbild Löwe hat die Mittagslinie bereits passiert und befindet sich hoch im Westen. In östlicher Richtung findet man neben dem Stern Arktur die Nördliche Krone als Sternenhalbkreis. Im Nordosten geht bereits das Sommerdreieck mit seinen Sternen Wega, Deneb und Atair auf.
Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben (MESZ +1h).

Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde e. V.