Verein Suhler Sternfreunde

Sternenhimmel im September 2018

03.09. Mond im letzten Viertel, 09.09. Neumond, 17.09. Mond im ersten Viertel, Mond bei Saturn (Abendhimmel), 19.09. Mond bei Mars (Mitternacht), 23.09. Herbstbeginn, Tagundnachtgleiche, 25.09. Vollmond

02.09.2018

Der Himmel im September 2018
Zum Herbstbeginn am 23.09., zur Tagundnachtgleiche, kehren sich die Verhältnisse am Himmel um. Die hellen langen Tage sind gezählt und die Nacht wird wieder zunehmend länger. Während am Monatsbeginn der Tag noch ca. 3 Stunden länger ist, hat die Nacht zum Monatsende mit einer halben Stunde die Nase vorn.
Am Himmel jedoch zeigen sich noch immer die Sommersternbilder. Hoch über unseren Köpfen präsentiert sich eindrucksvoll das bekannte Sommerdreieck. Der helle Stern Atair als Südspitze versinkt erst kurz vor der Morgendämmerung am Westhorizont. Links neben Atair ist das kleine Sternbild Delfin zu erkennen. Jungfrau und Skorpion sind bereits untergegangen. Hell im Westen erstrahlt noch der helle Stern Arktur. Im Südwesten steht das Sternbild Schütze kurz vor dem Untergang. Tief im Süden finden wir das Sternbild Steinbock zusammen mit dem rötlich glänzenden Mars. Am östlichen Himmel haben sich bereits die Herbststernbilder, allen voran das bekannte Herbstviereck (Pegasus), in Position gebracht. An der linken oberen Ecke des Herbstvierecks schließt sich die Sternenkette der Andromeda an. Der Sternenkette folgend, finden wir das Sternbild Perseus, den Retter der Andromeda vor dem Meeresungeheuer.
Die Sonne wandert am 17.09. in das Sternbild Jungfrau. Die Aufgangszeiten verlängern sich von 05:35 Uhr am Monatsanfang auf 06:18 Uhr am Monatsende. Die Untergangszeiten verkürzen sich von 19:04 Uhr auf 18:01 Uhr.
Der innere Planet Merkur ist bis zum 08.09. in der Morgendämmerung dicht am Osthorizont auszumachen. Durch die anschließend immer zunehmendere Morgenhelligkeit ist der flinke Begleiter unseres Zentralgestirns nicht mehr zu beobachten.
Venus kann in den frühen Abendstunden noch am westlichen Himmel beobachtet werden. Am 21. erreicht sie ihre größte Helligkeit. Jedoch verkürzt sich die Sichtbarkeit drastisch. Am Monatsende ist sie nicht mehr zu beobachten.
Mars wandert am 02. vom Sternbild Schütze in den Steinbock. Obwohl er drastisch an seiner Helligkeit einbüßt, ist er dennoch immer ein sehr auffälliges Objekt am Himmel. Die Untergangszeiten verkürzen sich von 01:31 Uhr auf 0:26 Uhr.
Der Gasriese Jupiter ist noch im Sternbild Waage zu finden. Die Untergangszeiten verkürzen sich von 21:20 Uhr auf 19:37 Uhr, so dass er langsam von der Himmelsbühne verschwindet.
Saturn bewegt sich am Abendhimmel im Sternbild Schütze. Seine Untergangszeiten verkürzen sich von 23:52 Uhr auf 21:59 Uhr. Am 17. kommt es zu einer Begegnung mit dem zunehmenden Halbmond, welcher den Ringplaneten mit einem Abstand von 2° nördlich passiert.
Der grünliche Gasplanet Uranus befindet sich im Sternbild Widder und ist bei günstigen Bedingungen bereits mit einem einfachen Teleskop die ganze Nacht zu beobachten.
Unser planetarer Außenposten Neptun wandert rückläufig durch das Sternbild Wassermann und ist ebenfalls als bläulicher Punkt die ganze Nacht zu beobachten. Am 07. steht er in Opposition zur Sonne und ist dann 4328 Millionen km von der Erde entfernt. Seine Entfernung zur Sonne beträgt 4479 Millionen km.
Der Mond klappert in seinem Lauf die Planetenkette ab. Am 12. und 13. begegnet er Jupiter, am 17. zieht er an Saturn vorbei. Bevor er am 19. Mars passiert, steht er am 18. genau zwischen Saturn und Mars.

Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben (MESZ +1h). Diese Zeiten stammen, soweit nicht besonders vermerkt, aus dem Kosmos Himmelsjahr von Hans-Ulrich Keller.

Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde e. V.