Verein Suhler Sternfreunde

Sternhimmel im Juni 2019

03.06. Neumond, 04.06. Mond bei Merkur, 05.06. Mond bei Mars, 10.06. Mond im ersten Viertel, 16.06. Mond bei Jupiter, 17.06. Vollmond, 18.06. Merkur bei Mars (Abendhimmel), 19.06. Mond bei Saturn (Morgenhimmel), 21.06. Sommersonnenwende, 25.06. Mond im ersten Viertel

30.05.2019

Sternhimmel im Juni 2019

Die Sonne wandert am 22.06. in das Sternbild Zwillinge. Da am 21.06. die Sommersonnenwende stattfindet, verändern sich die Auf- und Untergänge unwesentlich. Die Sonnenaufgänge sind am 01. um 04:16 Uhr, am 15. um 04:10 Uhr und am 30. um 04:14 Uhr. Die Untergangszeiten sind am 01. um 20:20 Uhr, am 15. um 20:31 Uhr und am 30. um 20:33 Uhr.

Der Benjamin unseres Zentralgestirns, Merkur, ist ab Monatsmitte am westlichen Abendhimmel im Horizontdunst zu erspähen. Am 18.06. wandert das durch ein Teleskop sichtbare halbbeleuchtete Planetenscheibchen nördlich an Mars vorbei.

Venus verkürzt im Juni seine Morgensternperiode merklich. Am 03.06. wandert unser Nachbarplanet vom Sternbild Widder in den Stier. Die Aufgangszeiten liegen zwischen 03:28 Uhr am 01. und 03:23 Uhr am 31.

Der rote Mars beendet im Juni seine Abendsichtbarkeit und wird immer mehr unbeobachtbar. Nach Monatsmitte kann man ihn nur noch mit geeigneter Beobachtungstechnik erspähen.

Jupiter bewegt sich noch immer im Sternbild Schlangenträger. Dabei steht er am 10.06. in Opposition zur Sonne und ist die ganze Nacht am Sommerhimmel nach dem Mond als hellstes Objekt präsent. Am 12.06. steht er mit einer Entfernung von 641 Mio. km der Erde am nächsten. Sein Licht ist 35 Minuten und 38 Sekunden zu uns unterwegs.

Der Ringplanet Saturn ist wie sein Nachbar Jupiter in der ganzen Nacht im Sternbild Schütze zu beobachten. Erst im Juli steht er in Opposition zur Sonne. Seine Aufgänge verfrühen sich von 22:53 Uhr am Monatsbeginn auf 20:53 Uhr am Monatsende. In der Nacht vom 18. auf den 19. bekommt er Besuch vom noch fast vollen Mond.

Uranus befindet sich im Sternbild Widder und ist noch nicht zu beobachten, da die bereits einsetzende Morgendämmerung nach seinem Aufgang eine Beobachtung behindert.

Neptun ist im Sternbild Wassermann ebenfalls noch nicht beobachtbar.

Am Sternhimmel hat die Sternenkonstellation des Großen Wagens den Meridian überschritten. Hoch im Süden steht der helle Arktur im Bärenhüter. Das Frühlingssternbild Löwe mit seinem Leitstern Regulus neigt sich im Westen gen Horizont. Im Südwesten befindet sich das Sternbild Jungfrau mit seinem hellen, ca. 260 Lichtjahren entfernten Stern Spika und komplettiert das noch am Himmel vorhandene Frühlingsdreieck. Somit bestimmen die Frühlingssternbilder noch den westlichen Himmel. Im Osten ist das bekannte Sommerdreieck, bestehend aus den Sternen Atair (Adler), Deneb (Schwan) und Wega (Leier) bereits vollständig aufgegangen. Zwischen den Sternen Arktur und Wega findet man die Nördliche Krone und den lichtschwachen Herkules.

Herkules war ein unehelicher Sohn des Zeus. Im Wahn, für den Zeus‘ Gattin Hera verantwortlich war, erschlug er seine Frau und seine Kinder. Als Sühne musste er zwölf schwierige und gefahrvolle Aufgaben bestehen. Einige der Untiere die er dabei besiegte sind ebenfalls am Nachthimmel verewigt. (aus Sternentheater)

Südlich von Herkules steht der Schlangenträger mit seinem derzeitigen Gast Jupiter. Tief im Südosten erhebt sich langsam der Skorpion mit seinem rötlich leuchtenden Stern Antares.

Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben (MESZ +1h). Diese Zeiten stammen, soweit nicht besonders vermerkt, aus dem Kosmos Himmelsjahr von Hans-Ulrich Keller.

Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde e. V.