Suhler Sternfreunde

Sternhimmel November 2016

Im November dominieren in den Abendstunden die Herbststernbilder. Das Sommerdreieck, welches durch die Sterne Wega, Deneb und Atair gebildet wird, ist noch am Westhimmel zu sehen.

Im November dominieren in den Abendstunden die Herbststernbilder. Das Sommerdreieck, welches durch die Sterne Wega, Deneb und Atair gebildet wird, ist noch am Westhimmel zu sehen. Dieses verabschiedet sich langsam hinter dem westlichen Horizont, zuerst mit Atair, dem Hauptstern des Adlers. Deneb im Schwanz des Schwans steht noch relativ hoch im Nordwesten. Dieser Stern ist in unseren Breiten zirkumpolar, so dass er das ganze Jahr über am Himmel zu sehen ist.
Hoch über unseren Köpfen finden wir Kassiopeia, das sog. Himmels-W. Die drei mittleren Sterne zeigen in Richtung des Polarsterns. Gegenüber am nordöstlichen Himmel finden wir den bekannten Großen Wagen.
Die typischen Herbststernbilder wie Pegasus (das Herbstviereck), Perseus, Andromeda und Widder finden wir im Meridianbereich im Süden. Unterhalb des Pegasus sind in dunklen Nächten die etwas lichtschwächeren Fische auszumachen. Dieses Sternbild erinnert an die Liebesgöttin Aphrodite und ihren Sohn Eros, welche auf der Flucht vor einem Ungeheuer in den Fluss Euphrat sprangen, sich in Fische verwandelten und auf diese Weise entkamen.
In der Sternenkette von Andromeda sehen wir schon mit dem Feldstecher den Andromedanebel, unsere 3 Millionen Lichtjahre entfernte Nachbargalaxie.
Bei Vollmond am 14.11. wird es schwer sein, die dunkleren Herbststernbilder zu erkennen. Neumond haben wir am 29.11.
Im Osten künden schon die ersten Wintersternbilder, wie der Stier mit dem bekannten Siebengestirn, den Plejaden, und dem Fuhrmann die kalte Jahreszeit an. Im Verlauf der Nacht ziehen diese weiter über den Meridian. Diese sind aufgrund ihrer Helligkeit wesentlich brillanter als die Herbststernbilder.
Die Tage werden im Monatsverlauf immer kürzer. Am 01.11. geht die Sonne um 07:10 Uhr auf. Die Aufgänge verlängern sich im Monatslauf zusehends. Am 30.11. sehen wir sie erst um 07:56 Uhr. Die Sonnenuntergänge verkürzen sich von 16:56 Uhr am Monatsanfang auf 16:21 Uhr zum Monatsende.
Der innerste Planet unsere Sonnensystems Merkur ist im November aufgrund seines Winkelabstandes zur Sonne unsichtbar.
Unser Nachbar Venus wird immer mehr zum Abendstern und ist in südwestlicher Richtung zu erkennen. Dabei nimmt ihre Helligkeit immer mehr zu.
Mars ist noch immer am Abendhimmel zu finden. Er eilt der Sonne im Tierkreis davon und steigt auf der Ekliptik weiter an. Somit verlängert sich die Sichtbarkeit immer weiter.
Jupiter ist am Morgenhimmel zu sehen. Seine Aufgänge verfrühen sich von 04:32 Uhr am 01.11. auf 03:08 Uhr am 30.11.
Der Ringplanet Saturn ist am Monatsanfang nur noch tief im Südwesten zu erspähen. Im weiteren Verlauf zieht er sich jedoch vom Abendhimmel zurück und bleibt dann vorerst unsichtbar.
Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben.

Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde