Suhler Sternfreunde

Sternhimmel September 2016

Im September werden die Tage zunehmend kürzer. Während die Sonne am 01.09. um 06:36 Uhr aufgeht, verschiebt sich der Aufgang am Monatsende auf 07:19 Uhr. Die Untergänge verfrühen sich von 20:03 Uhr am 01. auf 19:00 Uhr am 30.09.

Im September werden die Tage zunehmend kürzer. Während die Sonne am 01.09. um 06:36 Uhr aufgeht, verschiebt sich der Aufgang am Monatsende auf 07:19 Uhr. Die Untergänge verfrühen sich von 20:03 Uhr am 01. auf 19:00 Uhr am 30.09.

Neumond ist am 01.09. Zum Vollmond am 16.09. ist in den Abendstunden über Mitteleuropa eine Halbschattenfinsternis zu beobachten.

Am 22.09. erreicht die Sonne den Herbstpunkt, die Tag- und Nachtgleiche.

Am 08.09. kann man im Südwesten eine kleine Parade der Planeten Mars und Saturn mit dem zunehmenden Halbmond beobachten. Unterhalb gesellt sich Antares, der Hauptstern des Skorpion hinzu.

Merkur zeigt sich im Monatsverlauf am östlichen Morgenhimmel. Hierbei steigt seine Helligkeit in der Dämmerung immer mehr an und ist für Hobbyastronomen gut zu beobachten. Jedoch bei zunehmender Morgendämmerung wird er durch die Sonne stetig überstrahlt.

Venus ist im Monatsverlauf Abendstern und wandert durch das Sternbild Jungfrau. Am 17. passiert sie den Hauptstern Spica.

Mars steht am Abend tief im Südwesten, er bewegt sich rechtsläufig durch das Sternbild Schütze. Die Untergangszeiten verfrühen sich im Laufe des Monats immer mehr.

Der Gasriese Jupiter bleibt im September für uns unsichtbar. Er wird am 26.09. von der Sonne im Sternbild Jungfrau eingeholt. Dabei wird die größte Entfernung von der Erde mit 965 Millionen Kilometern (=6,45 AE) erreicht.

Der Ringplanet Saturn befindet sich am Abendhimmel in der Nähe des Mars weit im Südwesten.

Bei den Sternbildern findet langsam ein Wechsel am Abendhimmel statt. Die Sommersternbilder wandern weit in den Westen, während die Herbststernbilder den Osten einnehmen.

Eines der schönsten Sternbilder des Sommers, der Skorpion, ist dann bereits untergegangen. Jedoch ist das bekannte Sommerdreieck mit Wega, Deneb und Atair sehr markant am Himmel. Der Schwan mit seinem Stern Deneb und der Sternenkulisse der Milchstraße steht fast im Zenit. Im alten Griechenland glaubten die Menschen, dass Zeus einen unehelichen Sohn Herkules an der Brust seiner göttlichen Frau Hera trinken ließ, als diese schlief. So sollte Herkules göttliche Kräfte erhalten. Dabei saugte er so ungestüm, dass Hera erwachte und den fremden Säugling zurückstieß, so dass sich dabei die Milch über den Himmel verstreute und heute als Milchstraße zu beobachten ist. Im Osten haben sich bereits die Herbststernbilder festgesetzt. Markant ist hier das Sternbild Pegasus, das Herbstviereck. Nordöstlich schließen sich die Sternbilder Andromeda und Perseus an.

Uwe Lesser

Verein Suhler Sternfreunde e. V.