Suhler Sternfreunde

Unser Himmel im Februar 2017

04.02. Mond im ersten Viertel, 05.02. Mond durchquert die Hyaden und streift Aldebaran, 11.02. Vollmond, Halbschattenfinsternis, 15.02. Mond bei Jupiter, 18.02. Mond im letzen Viertel, 26.02. Neumond, 28.02. Mond bei Venus

 Der Februar beschert unserer Erde gleich 2 Finsternisse.

Zum Vollmond am 11.02. (01:33 Uhr) können wir in unseren Breiten eine Halbschatten-Mondfinsternis beobachten. Der Eintritt in den Halbschatten um 23:34 Uhr und der Austritt um 03:55 Uhr sind für uns unbeobachtbar, weil unser Auge die geringe Verdunkelung nicht wahrnimmt. Während des Maximums „kratzt“ der Mond mit seinem Nordrand am unteren Rand des Kernschattens, so dass dort eine leichte Verdunkelung zu beobachten ist. 

Am. 26.02. ereignet sich vom südlichen Chile über das südliche Argentinien und weiter über den Atlantik bis nach Südwestafrika eine ringförmige Sonnenfinsternis. Bei uns auf der Nordhalbkugel ist diese nicht beobachtbar.
Die Sonne verkürzt im Laufe des Monats ihre Aufgangszeiten von 07:53 Uhr am 01.02. auf 07:05 Uhr am 28.02. Die Untergangszeiten verlängern sich von 17:14 Uhr (01.02) auf 18:01 Uhr (28.02.).
Der zunehmende Mond durchquert am 05.02. die Hyaden im Sternbild Stier und schrammt gegen 23:30 Uhr am Hauptstern Aldebaran vorbei.
Der sonnenächste Planet Merkur bleibt im Februar unbeobachtbar.
Nachbarin Venus bleibt weiterhin hell glänzender Abendstern. Am 17.02. erreicht sie ihren höchsten Glanz und gleichzeitig auch ihre größte Höhe über dem Horizont bei Sonnenuntergang. Mit dem Teleskop kann man beobachten, dass die Sichel der Venus immer schmaler wird.
Mars wandert durch das Sternbild Fische und ist weiterhin am Abendhimmel zu beobachten. Am 27.02. wandert der rote Planet am grünlichen Uranus vorbei. Uranus ist nur mit einem Feldstecher oder einem Teleskop zu erkennen.
Jupiter befindet sich im Sternbild Jungfrau und wird langsam zum Objekt der gesamten Nacht. Am 15.02. kommt es zu einer Begegnung mit dem abnehmenden Mond.
Der Ringplanet Saturn ist das Beobachtungsobjekt der zweiten Nachthälfte. Er wandert durch das Sternbild Schlangenträger und ist bis zur Morgendämmerung sichtbar.
Die Sternbilder des sog. Wintersechsecks mit den Sternen Kapella (Fuhrmann), Aldebaran (Stier), Rigel (Orion), Sirius (Gr. Hund), Prokyon (Kl. Hund) und Pollux (Zwillinge) wandern über den Meridian an den westlichen Himmel. Im Osten nimmt der Löwe, das Leitsternbild des Frühlingshimmels, mit dem 70 Lichtjahre von uns entfernten Hauptstern Regulus seinen Platz ein. Zwischen den Zwillingen und dem Löwen befindet sich das lichtschwache Sternbild Krebs. Es ist als Y auf dem Kopf stehend zu erkennen. Im Nordosten schiebt sich der Große Wagen immer höher, während Kassiopeia gegenüber vom Himmelsnordpol weiter absinkt.
Kassiopeia war die Königin von Äthiopien und behauptete, schöner zu sein als die Nereiden (Meeresnymphen). Dies erzürnte den Meeresgott Poseidon. Dieser sandte ein schreckliches Seeungeheuer, welches das Land verwüsten sollte.
Die Hauptsterne von Kassiopeia bilden das bekannte Himmels-W.

 

Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben.

Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde e. V.