Suhler Sternfreunde

Unser Himmel im Januar 2017

02.01. Mond bei Venus, 05.01. Mond im ersten Viertel, 12.01. Vollmond, 19.01. Mond im letzen Viertel, 28.01. Neumond, 31.01. Mond bei Venus und Mars

Die Sonne zeigt sich das erste Mal im Jahr 2017 um 08:19 Uhr. Die Aufgänge unseres Zentralgestirns verfrühen sich im Laufe des Monats auf 08:13 Uhr am 15.01. und auf 07:55 Uhr am 31.01. Die Untergänge hingegen verspäten sich von 16:29 Uhr am 01.01., 16:47 Uhr am 15.01. auf 17:13 Uhr am 31.01. Am 04.01. befindet sich die Erde mit einem Abstand von 147 Millionen Kilometern in Sonnennähe. 

Vollmond ist am 12.01., Neumond am 28.01.
Merkur ist ab dem 04.01. ca. 1 Stunde vor Sonnenaufgang tief im Südosten auszumachen.
Die Venus glänzt zu Jahresbeginn als Abendstern. Unter dem Teleskop ist sie zur Monatsmitte halb beleuchtet zu sehen. Danach nimmt die Beleuchtung durch die Sonne immer weiter ab, so dass sie immer mehr als Sichel zu erkennen ist. Für das bloße Auge ist das jedoch nicht von Belang. Der wahrzunehmende Glanz ist auch nicht minder.
Nachbar Mars ist noch am frühen Abendhimmel im Westen auszumachen. Am 31.01. kann man die Sichel des zunehmenden Mondes neben Mars und Venus beobachten.
Der Gasriese Jupiter ist das Objekt der 2. Nachthälfte. Seine Aufgangszeiten verfrühen sich von 01:29 Uhr am 01.01. auf 23:36 Uhr am 31.01.
Saturn, der im Dezember aufgrund seiner Konjunktion mit der Sonne nicht zu sehen war, erscheint ab Monatsmitte mit seinem weit geöffneten Ringsystem wieder am Morgenhimmel.
Den Uranus findet man im Sternbild Fische, links unterhalb des Pegasus, dem nach Westen gewanderten Herbstviereck.
In der Nacht dominieren die Wintersternbilder, während sich die Herbststernbilder am Abend bereits weit an den Westhimmel verlagert haben.
Im Süden beeindruckt der Himmelsjäger Orion, das bekannteste Wintersternbild. Im Januar passiert Orion die Mittagslinie, den Meridian. Besonders markant sind neben den drei Gürtelsternen der linke rötliche Schulterstern Beteigeuze und der rechte Fußstern Rigel als besonders heller Stern. Die Namen Beteigeuze und Rigel kommen aus dem Arabischen und bedeuten Schulter und Fuß.
Bei den drei Gürtelsternen liegt der westliche und somit rechte Stern namens Mintaka fast auf dem Himmelsäquator und dient gut zur Orientierung am Himmel.
Sirius, der hellste Stern am nördlichen Himmel, finden wir südöstlich des Orion, nordöstlich Kastor und Pollux in den Zwillingen und nordwestlich das Sternbild Stier mit dem rötlichen Stern Aldebaran sowie den Plejaden.

Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben.

Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde e. V.