Der Sternhimmel im März 2021

04.03. Mars bei Plejaden - Abendhimmel, 06.03. Mond im letzten Viertel, 13.03. Neumond, 19.03. Mond bei Mars - Abendhimmel, 20.03. Frühlingsbeginn, Tagundnachtgleiche, 21.03. Mond im ersten Viertel, 28.03. Vollmond, Beginn der Sommerzeit

28.02.2021

Der Sternhimmel im März 2021

Die Sonne wandert am 12.03. in das Sternbild Fische. Ihre Aufgänge verfrühen sich im Monatslauf von 07:03 Uhr (01.) auf 05:59 Uhr (31.). Die Untergänge verzögern sich von 18:02 Uhr auf 18:50 Uhr. Somit verlängert sich der lichte Tag um fast 2 Stunden. Am 20.03. erreicht die Sonne den Frühlingspunkt. Dies bedeutet, dass Tag und Nacht gleich lang sind. Man spricht von der Tagundnachtgleiche. Von da an befindet sich unser Hauptgestirn über der nördlichen Halbkugel.
Am 28.03. beginnt die Sommerzeit (MESZ). Von da an muss den angegebenen Uhrzeiten, falls nicht gesondert vermerkt, eine Stunde hinzuaddiert werden.

Merkur und Venus sind im März nicht zu beobachten. Venus steht am 26.03. in oberer Konjunktion mit der Sonne. Bildlich betrachtet, befindet sich die Sonne genau zwischen uns und der Venus in maximaler Entfernung von ca. 258 Millionen km. Die Venusscheibe wird dabei zu 100 % beleuchtet.

Mars im Sternbild Stier hält noch als einziger Planet die Stellung am Abendhimmel. Dabei passiert er am Anfang des Monats das „Goldene Tor der Ekliptik“ (siehe Foto). Dieses befindet sich zwischen den beiden Sternhaufen der Hyaden und Plejaden. Seine Untergänge verlagert der rote Planet von 01:20 Uhr auf 0:57 Uhr.

Jupiter und Saturn wandern durch den Steinbock und zeigen sich ab Monatsmitte über dem Osthorizont in der Morgendämmerung.

Uranus kann noch in den frühen Abendstunden im Sternbild Widder beobachtet werden. Allerdings verkürzen sich die Aufsuchmöglichkeiten immer mehr, auch durch die immer früher einsetzende Abenddämmerung. Seine Untergänge verfrühen sich von 23:13 Uhr auf 21:23 Uhr.

Neptun steht am 11.03. in Konjunktion mit der Sonne und bleibt unbeobachtbar.

Am Sternenhimmel sind die Wintersternbilder an den westlichen Himmel gerückt. Der Stier steht mit seinen bekannten Sternhaufen kurz vor dem Untergang. Der Orion neigt sich im Westen dem Horizont entgegen. Noch recht hoch steht sein rötlich leuchtender Schulterstern Beteigeuze. Links davon strahlen noch die hellen Sterne Sirius (Großer Hund) und Prokyon (Kleiner Hund). Beteigeuze, Sirius und Prokyon bilden das bei uns nicht so geläufige Winterdreieck. Wir sprechen bei uns gewöhnlich vom bereits in den Vormonaten beschriebenen Wintersechseck. Allerdings setzen die Amerikaner sehr auf ihr „Winter Triangle“. Den östlichen Himmel haben die Frühlingssternbilder eingenommen. Das große Sternentrapez des Löwen steht kurz vor der Mittagslinie im Süden. Sein Hauptstern Regulus markiert die Ekliptik und bekommt regelmäßig planetaren Besuch. Im Osten leuchtet der helle Stern Arktur im Bootes. Im Südosten taucht Spica in der Jungfrau über dem Horizont auf. Auffinden kann man beide Sterne, indem man dem Deichselschwung des Großen Wagens folgt. Hier trifft man zuerst auf Arktur und dann auf Spica. Diese bilden zusammen mit Regulus das bekannte Frühlingsdreieck. Der Große Wagen ist fast im Zenit zu finden. Das Himmels-W ist tief im Nordwesten abgesunken. Am Morgenhimmel steht bereits im Osten das große Sommerdreieck.

Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben (MESZ +1h). Diese Zeiten stammen, soweit nicht besonders vermerkt, aus dem Kosmos Himmelsjahr von Hans-Ulrich Keller.

Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde e. V.