Der Sternenhimmel im Februar 2022

01.02. Neumond, 08.02. Mond im ersten Viertel, 12.02. Venus im hellsten Glanz am Morgenhimmel, 16.02. Vollmond, 23.02. Mond im letzten Viertel, 27.02. Mond bei Mars am Morgenhimmel

31.01.2022

Der Himmel im Februar 2022

Im Februar zeigen die ersten Frühlingsboten am Himmel, dass der Winter sich langsam dem Ende neigt.
Die Sonne wandert am 16.02. in das Sternbild Wassermann. Ihre Aufgänge verfrühen sich im Monatslauf von 07:54 Uhr (01.) auf 07:06 Uhr (28.). Die Untergänge hingegen verspäten sich von 17:14 Uhr auf 18:00 Uhr. Somit nimmt der lichte Tag im Laufe des Monats um ca. 90 Minuten zu.

Im zweiten Monat des Jahres zeigt sich der Himmel relativ ereignisarm. Merkur bleibt die ganze Zeit unsichtbar.

Venus präsentiert sich als Morgenstern am 12.02. in seinem größten Glanz. Durch das Teleskop ist er als Sichel zu erkennen. Die Aufgänge verfrühen sich von 05:39 Uhr auf 04:53 Uhr.

Mars bewegt sich rechtsläufig im Sternbild Schütze, tief im Südosten am Morgenhimmel. Am 13.02. kommt es zu einer Begegnung mit der hellen Venus. Die Aufgänge verfrühen sich ebenfalls von 06:01 Uhr auf 05:28 Uhr.

Jupiter wandert rechtsläufig durch das Sternbild Wassermann und verabschiedet sich vom Abendhimmel. Ab Monatsmitte bleibt der Gasriese unbeobachtbar. Anfang März steht er dann in Konjunktion mit der Sonne.

Saturn, im Sternbild Steinbock, steht am 04.02. in Konjunktion mit der Sonne und hat hier mit 1630 Millionen km die maximale Entfernung zur Erde. Er befindet sich demnach am Taghimmel und bleibt unsichtbar.

Im Sternbild Widder verlegt der grünlich leuchtende Uranus seine Untergänge in die erste Nachthälfte. Am 07.02. bekommt dieser Besuch vom zunehmenden Halbmond.

Der äußerste Planet Neptun zieht sich wie Jupiter vom Abendhimmel zurück und kann nur noch mit lichtstarker Optik am Monatsanfang beobachtet werden.

Am Sternenhimmel dominieren noch die glanzvollen Wintersternbilder. Größtenteils sind sie jedoch schon an den westlichen Himmel gewandert. In der Mitte des Monats stehen lediglich noch die beiden Hauptsterne der Zwillinge, Kastor und Pollux, sowie Prokyon in Kleinen Hund, hoch im Süden. Das Hauptsternbild des Winters, der Orion, mit seinem Orionnebel steht dennoch eindrucksvoll am westlichen Himmel. Links daneben stehen der Kleine Hund und darunter der Große Hund mit seinem hellen Hauptstern Sirius. Zu Füßen des Orion befindet sich das weniger bekannte Sternbild des Hasen.

In einer Sage hatte der Jäger Orion trotz seiner Wildheit ein gutes Herz. Als er eines Tages mit seinen beiden Hunden, dem großen und dem kleinen Hund, auf der Jagd war, hetzte der große Hund einen Hasen. Dieser legte sich dem Orion zu Füßen und fand bei ihm Schutz.

Unterhalb der drei Gürtelsterne des Himmelsjägers ist eine kleine vertikal verlaufende Sternenkette, das Schwert des Orion, zu sehen. Mit dem Feldstecher ist hier ein milchiger Fleck zu erkennen, der Orionnebel (Foto). Hierbei handelt es sich um ein Sternentstehungsgebiet in ca. 1300 Lichtjahren Entfernung.
Im Osten ist mit dem Löwen bereits das Leitsternbild des kommenden Frühlings komplett aufgegangen. Dessen Hauptstern Regulus am Vorderlauf des Sternentrapezes markiert die Ekliptik. Am Morgenhimmel strahlt im Osten bereits das Sommerdreieck als Vorbote der warmen Jahreszeit.


Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben (MESZ +1h). Diese Zeiten stammen, soweit nicht besonders vermerkt, aus dem Kosmos Himmelsjahr von Hans-Ulrich Keller.

Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde e. V.