Suhler Sternfreunde
Der Himmel im Juli 2026
Das große Sommerdreieck mit der Milchstraße, Foto: Uwe Lesser

Der Himmel im Juli 2026

06.07. Erde in Sonnenferne, 07.07. Mond im letzten Viertel, 14.07. Neumond, 17.07. Mond bei Venus (abends), 20.07. Mond bei Spica (abends), 21.07. Mond im ersten Viertel, 29.07. Vollmond

30.06.2026

Am 21.07. tritt die Sonne in das Sternbild Krebs. Nachdem im letzten Monat die Sommersonnenwende stattgefunden hat, werden die Tage nun langsam wieder kürzer. Die Aufgänge verspäten sich im Monatslauf von 04:15 Uhr auf 04:48 Uhr. Die Untergänge verfrühen sich von 20:32 Uhr auf 20:04 Uhr. Der lichte Tag verliert schon eine ganze Stunde. Allerdings erscheinen die Julinächte ähnlich denen des Vormonats noch sehr hell und vergleichsweise kurz.

Der flinke Merkur steht am 13.07. in Konjunktion mit der Sonne und zieht seine Konjunktionsschleife im Sternbild Zwillinge. Im Juli kann der innerste unserer Planeten nicht beobachtet werden.

Venus hält ihre Rolle als Abendstern. Jedoch verkürzt sich ihre Sichtbarkeit deutlich. Die Untergänge verfrühen sich im Monatslauf von 22:41 Uhr auf 21:35 Uhr. Am 09. zieht sie knapp nördlich an Regulus vorbei. Allerdings benötigt man zum Beobachten von Regulus mittlerweile ein Fernglas.

Mars kann wieder bei guten Bedingungen am Morgenhimmel erspäht werden. Der rote äußere Nachbar wandert durch das Sternbild Stier. Die Aufgänge verfrühen sich von 01:53 Uhr am 01. auf 01:04 Uhr am 31.

Jupiter wandert durch das Sternbild Krebs. Am 29. kommt der Gasriese in Konjunktion mit der Sonne und ist nicht zu beobachten.

Der Ringplanet Saturn wandert durch das Sternbild Fische und setzt nach seinem Stillstand in der Nacht vom 27. auf den 28. zu seiner Oppositionsschleife an. In der zweiten Nachthälfte kann der Gasplanet mit seinem leicht geöffneten Ringsystem beobachtet werden. Die Aufgänge verfrühen sich von 0:20 Uhr auf 22:20 Uhr.

Der grünliche Uranus wandert durch das Sternbild Stier und kann ab der Monatsmitte mit geeigneter Optik am Morgenhimmel beobachtet werden. Die noch recht hellen Nächte erschweren allerdings das Auffinden.

Neptun kommt am 08. im Sternbild Fische zum Stillstand und setzt zu seiner Oppositionsschleife an. Seine Helligkeit nimmt im Laufe des Monats leicht zu. Erfahrene Beobachter können den bläulichen Planeten mit guter Optik am Morgenhimmel aufsuchen.



Nach dem Einbruch der Dunkelheit steht mit den Sternen Wega (Leier), Deneb (Schwan) und Atair (Adler) das für die Jahreszeit sinnbildliche große Sommerdreieck hoch am östlichen Himmel. An besonders dunklen Orten kann man die Milchstraße erkennen, welche sich durch dieses Sommerdreieck zieht. Deneb bildet sie Schwanzspitze des Sternbildes Schwan, welches mit seinen hellsten Sternen ein großes Kreuz beschreibt, auch bezeichnet als das „Kreuz des Nordens“. Am östlichen Rand des großen Sommerdreiecks neben der gedachten Linie der Sterne Deneb und Atair leuchtet der Delphin, als kleines aber besonders schönes Sternbild. Tief im Westen ist der Löwe, das Leitsternbild des vergangenen Frühlings, gerade im Untergang begriffen. Tief im Süden steht der Skorpion mit dem rötlich leuchtenden Hauptstern Antares. Rechts daneben befindet sich die lichtschwache Waage und weiter tief im Südwesten strahlt noch der Stern Spica in der Jungfrau. Tief im Osten erhebt sich Pegasus und kündigt langsam aber sicher den kommenden Herbst an.



Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben (MESZ +1h). Diese Zeiten stammen, soweit nicht besonders vermerkt, aus dem Kosmos Himmelsjahr von Hans-Ulrich Keller.



Uwe Lesser

Verein Suhler Sternfreunde e. V.