Der Himmel im September 2026
04.09. Mond im letzten Viertel, 09.09. Mond bei Jupiter (morgens), 11.09. Neumond, 14.09. Mond bei Venus (abends), 17.09. Mond bei Antares (abends), 18.09. Mond im ersten Viertel, 19.09. Venus im maximalen Glanz (abends), 23.09. Herbstbeginn, Herbst-Tagundnachtgleiche, 26.09. Vollmond
Nachdem der August mit einigen astronomischen Highlights Aufmerksamkeit erregen konnte, geht im September der normale Lauf am Himmel weiter.
Die Sonne tritt am 17.09. in das Sternbild Jungfrau. Die Sonnenaufgänge verzögern sich im September von 05:35 Uhr auf 06:18 Uhr. Die Untergänge verfrühen sich von 19:04 Uhr auf 18:01 Uhr. Somit verliert der lichte Tag im ersten Monat des Herbstes rund 110 Minuten. Am 23.09. um 01:05 Uhr ist der astronomische Herbstbeginn, die Herbst-Tagundnachtgleiche. Ab diesem Zeitpunkt werden die Nächte wieder länger als die Tage.
Merkur bleibt im September aufgrund seiner flachen Ekliptik unbeobachtbar.
Venus strahlt am 19. im größten Glanz. Allerdings verkürzt sich die Sichtbarkeit am Abendhimmel drastisch. Am Monatsende kann sie nicht mehr beobachtet werden.
Mars zieht seine Bahn durch das Sternbild Zwillinge und wechselt am 25. in das Sternbild Krebs. Seine Aufgänge verfrühen sich von 0:29 Uhr auf 0:06 Uhr. Somit ist der rote Nachbar ein Beobachtungsobjekt für den Morgenhimmel.
Wie Mars ist auch Jupiter am Morgenhimmel vertreten. Der Gasriese wandert rechtsläufig durch den Krebs und wechselt am 23. in den Löwen. Die Aufgänge verfrühen sich von 03:14 Uhr auf 01:52 Uhr.
Saturn wechselt am 06. von den Fischen im das Sternbild Walfisch und nähert sich langsam seiner Oppositionsstellung, welche im Folgemonat erreicht wird. Dabei steigert er auch seine Helligkeit, welche in diesem Jahr deutlich intensiver erscheint als im Vorjahr. Die Aufgänge verfrühen sich von 20:13 Uhr auf 18:16 Uhr.
Uranus setzt am 10.09. im Sternbild Stier zu seiner Oppositionsschleife an. Die Aufgänge verfrühen sich im Monatslauf von 21:57 Uhr auf 20:03 Uhr.
Neptun kommt im Sternbild Fische in der Nacht vom 25.09. zum 26.09. in seine Oppositionsstellung. Allerdings behindert der helle Mond eine Beobachtung in dieser Nacht. Neptun erscheint im Teleskop als bläulicher lichtschwacher Punkt.
Am Sternenhimmel sind die Sommersternbilder mit dem großen Sommerdreieck noch präsent. Der Stern Deneb im Sternbild Schwan steht hoch im Zenit. Dieses Sternbild hat die Form eines großen Kreuzes, wobei Deneb die Schwanzspitze markiert. Ihm gegenüber stehen der Kopf und an den Seiten die ausgebreiteten Flügel. Deshalb wird der Schwan auch das „Kreuz des Nordens“ genannt. Der Adler mit seinem Hauptstern Atair hat den Meridian durchschritten. Die berühmten Sommersternbilder Jungfrau und Skorpion sind bereits untergegangen. Auch der Schütze hat sich bereits auf den Weg gemacht, die Himmelsbühne zu verlassen. Hoch im Südosten hat sich Pegasus, das Herbstviereck, in Position gebracht. Tief im Süden hat der lichtschwache Steinbock die Mittagslinie überschritten. Der ihm im Tierkreis nachfolgende Wassermann steht tief im Südosten. Ihm folgt das relativ große aber lichtschwache Sternbild der Fische. Im Osten leuchtet das kleine Sternbild des Widder. In Horizontnähe steht das berühmte Himmels-W der Kassiopeia. In den frühen Morgenstunden zeigen im Osten die ersten Wintersternbilder die kommende kalte Jahreszeit an.
Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben (MESZ +1h). Diese Zeiten stammen, soweit nicht besonders vermerkt, aus dem Kosmos Himmelsjahr von Hans-Ulrich Keller.
Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde e. V.
