Der Himmel im April 2026
02.04. Vollmond, 06.04. Mond bei Antares (Mitternacht), 10.04. Mond im letzten Viertel, 17.04. Neumond, 22.04. Mond bei Jupiter (Mitternacht), 24.04. Mond im ersten Viertel, 25.04. Mond bei Regulus (Mitternacht)
Die Sonne tritt am 19.04. in das Sternbild Widder. Die Aufgänge verfrühen sich im Monatslauf von 05:57 Uhr auf 04:58 Uhr. Die Untergänge verspäten sich hingegen von 18:52 Uhr auf 19:37 Uhr. Der lichte Tag gewinnt im April somit fast 2 Stunden.
Merkur erreicht am 04. seinen größten Winkelabstand zur Sonne. Aber es reicht noch nicht zu einer Morgensichtbarkeit des flinken Planeten.
Venus baut seine Stellung als Abendstern immer weiter aus. Dabei steigt unser innerer Nachbar nach Sonnenuntergang immer höher über den Horizont. Die Untergänge verspäten sich im April von 20:44 Uhr auf 22:12 Uhr. Ein schöner Anblick bietet sich am 19.04., wenn Venus Besuch von der schmalen Sichel des zunehmenden Mondes bekommt.
Mars kann sich im April aus der Helligkeit der Sonne noch nicht befreien und bleibt für uns unsichtbar.
Jupiter bewegt sich rechtsläufig in den Zwillingen und ist nur noch in der ersten Nachthälfte gut zu beobachten. Die Untergänge verschieben sich von 02:56 Uhr auf 01:13 Uhr.
Saturn stand im Vormonat in Konjunktion mit der Sonne und kann im April noch nicht erspäht werden.
Uranus kann zu Beginn des Aprils nur noch mit lichtstarker Optik im Sternbild Stier beobachtet werden. Der grünliche Planet nähert sich seiner Konjunktion mit der Sonne, welche er im Mai erreichen wird. Die Untergänge verfrühen sich von 23:11 Uhr auf 21:25 Uhr.
Neptun wandert durch das Sternbild Fische und stand im Vormonat in Konjunktion zur Sonne. Auch er kann in diesem Monat nicht beobachtet werden.
Am Sternenhimmel stehen die Zeichen eindeutig auf Frühling. Über unseren Köpfen steht fast im Zenit der Große Wagen. Der Löwe, das Leitsternbild des Frühlings, steht mit seinem Sternentrapez hoch im Süden. Sein Hauptstern Regulus, im Trapez unten rechts, markiert die Sonnenbahn. So bekommt der Stern immer wieder Besuch von der Sonne und den anderen Planeten. In seltenen Fällen kommt es zu einer Bedeckung durch einen Planeten. Folgt man dem Deichselschwung des Großen Wagens, trifft man auf den nächsten hellen, rötlich leuchtenden Stern Arktur im Bärenhüter. Dessen Licht benötigt 37 Jahre zu uns. Dem Deichselschwung weiter führend, erscheint als nächster heller Stern Spika in der Jungfrau. Dessen Entfernung beträgt ca. 250 Lichtjahre. Der Winter bringt sich tief im Westen nur noch mit den im Untergang befindlichen Zwillingen in Erinnerung. Orion ist fast komplett hinter dem Horizont verschwunden. Im Südwesten leuchtet mit Prokyon der letzte der hellsten Wintersterne. Im Osten zeigt sich die helle Wega im Sternbild Leier als Vorbote des kommenden Sommers.
Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben (MESZ +1h). Diese Zeiten stammen, soweit nicht besonders vermerkt, aus dem Kosmos Himmelsjahr von Hans-Ulrich Keller.
Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde e. V.
