Suhler Sternfreunde
Der Himmel im Oktober 2026
Sternbilder Pegasus und Andromeda mit dem Andromedanebel, Foto: Uwe Lesser

Der Himmel im Oktober 2026

03.10. Mond im letzten Viertel, 04.10. Saturn in Opposition, 05.10. Mond bei Mars (morgens), 06.10. Mond bei Jupiter (morgens), 07.10. Mond bei Regulus (morgens), 10.10. Neumond, 18.10. Mond im ersten Viertel, 24.10. Mond bei Saturn (abends), 25.10. Ende der Sommerzeit, 26.10. Vollmond

01.10.2026

Die Sonne tritt am 31.10. in das Sternbild Waage. Die Aufgänge verzögern sich im Monatslauf von 06:20 Uhr auf 07:08 Uhr. Die Untergänge verfrühen sich von 17:59 Uhr auf 16:59 Uhr. Der lichte Tag verliert somit fast 2 Stunden.

Merkur befindet sich auf seiner Umlaufbahn südlich der Ekliptik und kann im Oktober nicht beobachtet werden.

Venus hat ihre Abendsternperiode beendet und bleibt ebenfalls unbeobachtbar.

Mars zeigt sich in der zweiten Nachthälfte im Sternbild Krebs als heller rötlicher Punkt. Am 30.10. wechselt der rote Planet in das Sternbild Löwe. Seine Aufgänge verfrühen sich um eine halbe Stunde von 0:06 Uhr auf 23:37 Uhr.

Jupiter setzt seine Wanderung im Sternbild Löwe fort und kann wie Mars in der zweiten Nachthälfte beobachtet werden. Dabei erreicht er den Hauptstern Regulus, welcher in seiner Position die Ekliptik markiert, noch nicht. Seine Bahn bremst Jupiter ab als Zeichen der bevorstehenden Oppositionsschleife. Seine Aufgänge verfrühen sich von 01:49 Uhr auf 0:16 Uhr.

Saturn kommt am 04.10. in Opposition zur Sonne und kann im Sternbild Cetus die ganze Nacht beobachtet werden. An diesem Tag ist der Ringplanet der Erde mit 1260 Millionen Kilometer am nächsten. Sein Licht ist dabei 1 Stunde und 10 Minuten zu uns unterwegs.

Uranus ist im Sternbild Stier im „Goldenen Tor der Ekliptik“ zu finden und strebt seiner Oppositionsstellung zur Sonne entgegen, welche im November erreicht wird. Somit ist auch Uranus ein Beobachtungsobjekt für die ganze Nacht. Der immer früher einsetzende Sonnenuntergang begünstigt die Beobachtungsmöglichkeiten des grünlich leuchtenden Gasplaneten.

Neptun bewegt sich langsam im Sternbild Fische. Seine Oppositionsstellung zur Sonne hat der äußere Planet unseres Sonnensystems bereits hinter sich. Seine Untergänge verfrühen sich von 05:56 Uhr auf 03:54 Uhr.

Am Sternenhimmel ist das bekannte Sommerdreieck in den Westen gerückt. Dennoch steht Deneb (Schwan) noch hoch in Zenitnähe. Jedoch haben die Herbststernbilder die Himmelsbühne übernommen. Im Meridiannähe ist leicht das Herbstviereck, das Sternbild Pegasus, zu finden. Pegasus stellt ein Pferd mit Flügeln dar, welches in unseren Breiten auf dem Kopf steht. Der obere linke Stern des Herbstvierecks gehört schon nicht mehr zum Pegasus sondern zur Sternenkette der Andromeda mit dem Andromedanebel, der Nachbargalaxie unserer Milchstraße. Diese ist 2,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Tief im Süden steht der Wassermann. Hoch über unseren Köpfen befindet sich Kassiopeia, das bekannte Himmels-W. Tief im Norden ist der Große Wagen zu finden. Im Osten erstrahlen mit dem Stier und dem Fuhrmann die ersten Vorboten des kommenden Winters.



Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben (MESZ +1h). Diese Zeiten stammen, soweit nicht besonders vermerkt, aus dem Kosmos Himmelsjahr von Hans-Ulrich Keller.



Uwe Lesser

Verein Suhler Sternfreunde e. V.