Der Himmel im September 2022

03.09. Mond in ersten Viertel, 10.09. Vollmond, 11.09. Mond bei Jupiter - Abendhimmel, 14.09. Mond bedeckt Uranus - Abendhimmel, 16.09. Mond bei Mars, 17.09. Mond im letzten Viertel, 23.09. Herbstbeginn - Tagundnachtgleiche, 25.09. Neumond, 26.09. Jupiter in Opposition, sichtbar die ganze Nacht

07.09.2022

September 2022

Die Tage werden spürbar kürzer. Die Sonne wandert am 17.09. in das Sternbild Jungfrau. Ihre Aufgänge verzögern sich von 05:35 Uhr am Monatsbeginn auf 06:18 Uhr am Monatsende. Die Untergänge verfrühen sich von 19:04 Uhr auf 18:01 Uhr. Der lichte Tag verliert somit fast 2 Stunden an die Dunkelheit. Am 23.09. sind Tag und Nacht gleich lang. 

Der flinke Merkur ist aufgrund seiner Konstellation nicht zu beobachten. Auch seine Begegnung mit der Venus am 26.09 ist mit dem bloßen Auge nicht zu sehen.

Unser Nachbar Venus ist noch Morgenstern, zieht sich aber immer weiter zurück und ist am Monatsende nicht mehr zu beobachten. Am 05.09. zieht sie nördlich an Regulus vorbei.

Der rote Mars wandert durch den Stier und passiert das „Goldene Tor der Ekliptik“. Am 09.09. passiert er den rötlich leuchtenden Stern Aldebaran. Seine Aufgänge verfrühen sich von 22:09 Uhr auf 20:56 Uhr.

Der Gasriese Jupiter befindet sich im Sternbild Fische und steht am 26. in Opposition zur Sonne. Er ist die ganze Nacht zu beobachten. Dabei hat er mit 591 Millionen Kilometern die geringste Distanz zur Erde. Sein Licht benötigt für diese Strecke 33 Minuten.

Saturn, im Sternbild Steinbock, glänzt im Südosten mit dem Einbruch der Dunkelheit. Er zieht sich aber langsam vom Morgenhimmel zurück. Seine Untergänge verfrühen sich von 03:57 Uhr auf 01:54 Uhr.

Der grünlich leuchtende Uranus ist im Sternbild Widder mit geeigneter Optik zu bewundern. Die Aufgänge verfrühen sich von 21:12 Uhr auf 19:17 Uhr. Die besten Beobachtungsmöglichkeiten für den fernen Gasplaneten sind während seines Meridiandurchganges in der zweiten Nachthälfte. Am 14.09. wird Uranus von 22:00 Uhr bis 23:20 Uhr vom Mond bedeckt. Aufgrund der geringen Höhe ist der Eintritt nur schlecht zu beobachten, dafür zeigt sich der Austritt am Teleskop brillant. 

Der planetare Außenposten Neptun steht am 16./17.09. in Opposition zur Sonne und wandert langsam durch das Sternbild Wassermann. Im Teleskop zeigt er sich die ganze Nacht hindurch als bläulich leuchtendes Scheibchen. Zum Oppositionszeitpunkt ist Neptun nur 4325 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Sein Licht ist zu uns 4 Stunden und 27 Sekunden unterwegs.

Am Sternenhimmel stellt sich das Szenario deutlich auf Herbst um. Der Sommerhimmel mit dem bekannten Sommerdreieck (Foto) neigt sich deutlich in westliche Richtung. Der Skorpion als typisches Sommersternbild ist bereits untergegangen. Im Osten zeigt sich bereits der Herbsthimmel mit Pegasus, dem Herbstviereck und der Sternenkette der Andromeda. Unterhalb des Herbstvierecks steht das lichtschwache „V“ der Fische. Links daneben glänzt der Widder. Der Große Wagen steht tief im Norden. Tief im Nordosten erheben sich bereits der Fuhrmann und der Stier als Zeichen des kommenden Winters.

Alle Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben (MESZ +1h). Diese Zeiten stammen, soweit nicht besonders vermerkt, aus dem Kosmos Himmelsjahr von Hans-Ulrich Keller.

Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde e. V.