Der Sternenhimmel im Juni 2021

10.06. Neumond, partielle Sonnenfinsternis, 12.06. Mond bei Venus (Abendhimmel), 13.06. Mond bei Mars (Abendhimmel), 18.06. Mond im ersten Viertel, 21.06. Sommerbeginn, Sommersonnenwende, 24.06. Vollmond, 28.06. Mond bei Jupiter (Mitternacht)

03.06.2021

Der Sternhimmel im Juni 2021
Im Monat der kürzesten Nächte ist eine partielle Sonnenfinsternis das astronomische Highlight. Am 10.06. zieht der Mond teilweise vor der Sonnenscheibe vorbei. Dabei wird in unseren Breiten die Sonne ca. 11,5 % vom Erdtrabanten bedeckt. Über dem Nordpolargebiet ist eine ringförmige Sonnenfinsternis zu beobachten. Das Himmelsschauspiel beginnt bei uns um 11:28 Uhr. Das Maximum wird um 12:27 Uhr erreicht. Ende ist um 13:35 Uhr. Wir möchten hierbei unbedingt darauf hinweisen, nicht ungeschützt oder gar mit dem Fernglas in die Sonne zu sehen! Verwenden Sie bitte entsprechend dazu vorgesehene Sonnenfilter!

Wenn das aktuelle Pandemiegeschehen es zulässt, steht die Sternwarte für Gäste gern mit Rat und Technik zur Verfügung. Bitte informieren Sie sich dazu auf unserer Homepage oder in der Presse.

Der Juni wartet mit den kürzesten und hellsten Nächten des Jahres auf. Am 21.06., dem Sommerbeginn und der Sommersonnenwende, steht die Sonne in unseren Breiten ca. 16,5 Stunden am Himmel.
Am hellen Nachthimmel ist im Osten das bekannte Sommerdreieck bereits voll aufgegangen. Hoch im Südwesten leuchtet in der Abenddämmerung mit als erstes der orangerote Stern Arktur im Sternbild Bootes. Immer noch hoch über unseren Köpfen steht der bekannte Große Wagen. Dem Deichselschwung des Großen Wagens folgend, stößt man auf Arktur und diesem Schwung weiter folgend leuchtet tief Spika im Sternbild Jungfrau. Arktur und Spika bilden zusammen mit dem im Westen kurz vor dem Untergang stehenden Regulus im Löwen das Frühlingsdreieck. Somit stehen das Frühlings- und das Sommerdreieck gleichzeitig am Himmel, als Zeichen, dass die warme Jahreszeit nun Einzug hält.

In den kurzen Nächten sind 4 Planeten zu beobachten. In den Abendstunden zeigt sich die Venus kurz nach Sonnenuntergang als Abendstern tief im Nordwesten. Ein Stück links oberhalb befindet sich der inzwischen recht schwach leuchtende Mars. In der zweiten Nachthälfte zeigen sich die Riesenplaneten Saturn und Jupiter im Südosten.

Uwe Lesser
Verein Suhler Sternfreunde e. V.